Infrarot-Thermographie: Wärme sichtbar machen

Die Thermographie ist ein bewährtes Verfahren, um mit Hilfe einer speziellen Kamera jene Wärmestrahlung sichtbar zu machen, welche von allen Oberflächen ausgeht.

Das Bautechnische Institut verfügt über sehr hochwertige IR-Thermographie-Systeme, welche seit 2003 vor allem im Bereich der Gebäudethermographie für drei grundlegende Untersuchungsmöglichkeiten zum Einsatz gelangen: Wärmebrückensuche, Feuchte-/Schimmelrisikoanalyse sowie Leckageortung.

Unter Wärmebrücken versteht man Bereiche der Gebäudehülle, welche mehr Wärme durchlassen, als vom Planer vorgesehen, oder die auffallend schlechter als benachbarte Bereiche gedämmt sind. Wärmebrücken können unterschiedliche Ursachen haben: ungünstige Details bereits bestehender Gebäudekonstruktionen, Planungs- oder Ausführungsfehler, eventuell auch technisch erforderliche Anlagenteile bei Gewerbebauten. Dementsprechend unterschiedlich sind auch die Auswirkungen vorhandener Wärmebrücken - in einem Fall mögen Schäden an der Konstruktion drohen, in einem anderen Fall gilt es vielleicht eine bloße Komfortverminderung zu vermeiden. Eine Sonderaufgabe stellen die Ortung und die Feststellung der Lage von versteckten Bauteilen dar (zugemauerte Türen oder Fenster, Balken und Träger unter Putz, Wechsel des Wandbaumaterials, etc).

Unter bestimmten Voraussetzungen setzt man IR-Thermographie im Zuge eines BlowerDoor-Test bei der Leckageortung ein, beispielsweise bei der Ortung von Undichtheiten hinter Trockenbau-Konstruktionen oder für die flächige Überprüfung von Hallendächern.

Infrarot-Thermographie beruht stets auf Temperaturunterschieden, welche Wärmeströme zur Folge haben. Dementsprechend wird Gebäude-Thermographie häufig in der kalten Jahrszeit durchgeführt. Bestimmte Untersuchungen, zB die Suche nach aufsteigender Wandfeuchte oder die Suche/Kontrolle von warmwasserführenden Leitungen (zB Fußbodenheizung) werden das ganze Jahr über durchgeführt.

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DI Bernhard Nopp
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